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Rückblick 2022: gefeiert, geweint, geknipst. 

Das zweite Jahr mit laut-geknipst neigt sich langsam, aber sicher dem Ende zu. Für mich Grund genug, einen kurzen Rückblick zu wagen. Insgesamt sind mir im Jahr 2022 tatsächlich mind. 133 verschiedene Bands bzw. Live-Acts vor die Linse geraten. Das ist echt der Wahnsinn!

Rückblick 2022: gefeiert, geweint, geknipst.

Ich erinnere mich noch wage daran, dass es im Januar 22, dank der Pandemie, ziemlich still war. Erst ab Februar ging es gefühlt sehr langsam mit kleinen Events wieder los. So fuhr ich zum Beispiel spontan nach Düsseldorf und lernte die Singer & Songwriterin Nic Flame kennen, die dort in einer kleinen Bar ein Akustik-Set spielte. 

Panzerknakker live in Bremen

Ein paar Tage später zog es mich nach Bremen, dort waren die Beschränkungen bereits nicht mehr ganz so streng, wie in NRW, dass ich eine völlig abgedrehte Party mit den Punks von Blanker Hohn und den Panzerknakkern erleben durfte. Sollte mal jemand in Bremen ordentlich feiern oder einen über den Durst trinken wollen, ist die Steintor Schänke ganz bestimmt der richtige Ort dafür.  

Sleeping Woods live in der Temple Bar

Im März folgten die ersten kleinen Clubkonzerte, wie zum Beispiel in der Temple Bar in Essen mit Heldenlos und den Sleeping Woods. Auch die Rocker von Lippegold eröffneten mit einem wunderbaren Gig in einer Sportsbar die Grillsaison. Im April öffneten sich die Jugendzentren für kleinere Gigs, wie zum Beispiel das ZaK in Heek. Dort waren The Vultures,The Unexpected und die bunten Superhelden von Color Kid zu Gast.

Zwischenzeitlich besuchte ich die Jungs von ROVAR für ein kurzes Interview, die auf ihrer Europa-Tournee mit Eric Steckel einen kurzen Halt in Dortmund einlegten. So energiegeladen habe ich ROVAR selten erlebt, das war schon imposant.

ROVAR voller Freude
ROVAR live im Musiktheater Piano Dortmund

Als schließlich ab Mai die meisten Coronaschutzmaßnahmen stark gelockert wurden und besonders für die vielen Schützenvereine die lange Durststrecke ein Ende fand, startete auch meine „Partysaison“.

Layla, wir wollen Schützenfest feiern!   

Denn im Mai & Juni hatte ich das Vergnügen und durfte so einige der beliebtesten und bekanntesten Partybands aus dem Münsterland begleiten und live miterleben, wie sich so manches Festzelt in eine absolute Partyhölle verwandelte. Ob nun mit Picture One, der Coverband Copyright, 6th Avenue, mit den Limits oder Musica é, die Stimmung war stets grandios. Zu der Zeit ging der Song „Layla“ viral und ich konnte ihn einfach nicht mehr hören.  

Die Schlagzeile „Stagediving in Burlo“ mit der Partyband BlindDate wird mir besonders lange in Erinnerung bleiben. Zum einem war es, rückwirkend betrachtet, das wildeste Schützenfest im Jahr 2022 und zum anderem war es der letzte BlindDate Gig mit Gründungsmitglied, Keyboarder und Sänger „Hennok“. Zu dem Zeitpunkt war die Welt noch in Ordnung, denn nur wenige Tage später erreichte mich die Nachricht, dass Hennok tödlich verunglückt ist. 

Partyband BlindDAte rockt die Hütte in Burlo

Eine Nachricht, die mich zutiefst getroffen hat. Knapp zwei Jahre durfte ich ihn mit der Partyband BlindDate regelmäßig begleiten, wir haben zusammen gefeiert, gelacht und Backstage oft munter miteinander gequatscht. Glaubt mir, als mich die Nachricht erreichte, habe ich mit der Band geweint. Und es fällt mir noch immer sehr schwer, daran zu denken.

Festivalsommer 2022

Ablenkung fand ich mit der Thrash-Metalband ASSASSIN, die ich zum M.I.S.E. Open Air begleiten durfte. Das war bis dato der größte Gig, auf dem ich mit meiner Kamera fotografieren durfte. Dort war auch ordentlich was los, mit RAGE, Hammer King & Artillery als Headliner. Partystimmung wollte bei mir dennoch noch nicht richtig aufkommen.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich nach einer kleinen Mütze Schlaf, noch in der Nacht mit meinem Camper-Van abgereist bin, um am nächsten Tag pünktlich beim Rock im Garten Festival die Stonerrocker von Gum Bucket zu treffen. 

Das absolute Highlight

Das war jedenfalls eine Entscheidung, die ich bis heute nicht bereue. Denn das „kleine“ Rock im Garten Festival in Gescher war mit Abstand das schönste Festival, welches ich in diesem Jahr besucht habe. Angefangen von der traumhaften Location, die familiäre Atmosphäre bis hin zum caritativen Gedanken der Veranstaltung.

Dazu spielten dort einige Bands, die musikalisch, meiner Meinung nach, locker mit den großen Playern mithalten können. Ob nun Why Amnesia, Kaprice, Bellhaven oder selbstverständlich auch Gum Bucket.  

Im Juli ging es 400km für „NICHTS“ zum Störfaktor Festival nach Zwickau. Wer meinen Blog ab und zu verfolgt, weiß wahrscheinlich, dass ich die Düsseldorfer Post-Punk-Band „Nichts“ bereits seit 2020 regelmäßig begleite. Somit war es für mich ein freudiges Wiedersehen und selbstverständlich ein weiteres Highlight im Jahr 2022. Zudem spielten dort einige großartige weitere Bands, wie zum Beispiel COR, Jodie Faster oder The Feelgood MC Louds.

12. Störfaktor Festival

Nach meinem Urlaub in Schweden erwartete mich im August ein kleines Stadtfestival fast vor der Haustür und ein spontaner Besuch bei den Bismarcker Rocktagen in Gelsenkirchen. In besonderer Erinnerung bleibt jedoch das Festival zum Jubiläum 20 Jahre Jugendhaus Pool, auf dem viele junge Nachwuchstalente auf einer sehr geil beleuchteten Bühne ihre Songs präsentierten.

Nachwuchsband „Moonlight Thief“ Jugendhaus Pool Festival
Schönster Club im Münsterland

Auch entdeckte ich im August den Musikclub Turbine unter dem rock´n´popmuseum in Gronau für mich. Ein wunderbarer Veranstaltungsort mit einem sehr abwechslungsreichen Programm, wie zum Beispiel mit 7 Miles, Maali, Aymz und Zealu.

Der September bot für mich mit dem Masters of Cassel: Rockdown The Lockdown 2 ein weiteres Highlight im Jahr, auf das ich mich seit dem ersten Rockdown The Lockdown im Jahr 2021 gefreut habe. Das Line-Up war echt großartig. In dem Fotograben kam es auch zum Wiedersehen mit dem Herausgeber vom „Skulls & Bones Magazin“, für die ich nun in Zukunft öfters mal mit der Kamera unterwegs sein werde.

Außerdem fand im September das Last Chance To Dance Festival mit zum Beispiel Muff Potter, Slime,  Excrementory Grindfuckers, Hal Johnson und unseren lokalen Death Metal Helden von Death by Exile statt.  

Headliner Slime live beim Last Chance To Dance Festival

Endspurt und Highlights zum Ende des Jahres

Im Oktober feierten ROVAR mit Bad Bone Beast nachträglich die Veröffentlichung von ihrem Album „Miles“ im Rare Guitar Münster, ein echt abgefahrener Club, den ich in Zukunft sicherlich nochmal besuchen werde. In Osnabrück erwartete mich hingegen eine kleine Zeitreise mit Nichts und Schöne Frau mit Geld, an dem Ort, wo es mit meinem Hobbyprojekt laut-geknipst Anfang 2020 startete.

NICHTS live in Osnabrück

Ende Oktober gab es für mich, mit dem VeRa Kneipenfestival, die bisher härteste Challenge zu meistern. 14 Live-Acts, 12 Locations verteilt auf zwei Städte in nur knapp 6 Stunden. 

FCKCRN im November

Den November würde ich am liebsten komplett aus meiner Erinnerung streichen, drei Wochen setzte mich Covid19 außer Gefecht. Daher springe ich auch schnell zum Dezember und das größte Event, auf dem ich bisher fotografieren durfte. Das Ruhrpott Metal Meeting in der Turbinenhalle Oberhausen, es war auch das erste Event, auf dem ich offiziell für das Skulls & Bones Magazin unterwegs war.

Klingt geil, allerdings war es aus meiner Sicht nicht nur schön, sondern auch eine echt harte Herausforderung. Der enge Fotograben mit mehr als 10 weiteren Fotografen, „nur“ 3 Songs und ein straffer Zeitplan, da Bands verteilt auf zwei Hallen/Bühnen teils zeitgleich von mittags bis in die Nacht hineinspielten.

Dazu war ich ehrlich gesagt auch von den Lichtverhältnissen etwas enttäuscht. Irgendwie habe ich diesbezüglich dort mehr erwartet. Es war aber auf jeden Fall eine großartige Erfahrung, die mich positiv auf das nächste Jahr stimmt. 

Ausblick 2023, das kann nur geil werden!

Apropos nächstes Jahr, das wird ebenfalls großartig. Die ersten Termine stehen schon fest in meinem Kalender. So werde ich schon bald und endlich Hans Lazer Alien Slam vor die Linse bekommen. Die Linkin Park Tribute Band Linkin Back und das Rammstein Tribute Duo „Rammzeit“ feiern bei uns um die Ecke und das „Rock im Garten Festival“ steht ebenfalls bereits rot und fett im Kalender.

ASSASSIN – Ingo „Crowzak“ Bajonczak

Mit Assassin wird es im Frühjahr ein Heimspiel in Düsseldorf geben, welches ebenfalls bereits notiert ist. Zudem erblickt im Frühjahr die vielversprechende Melodic Metal Band „Silent Storm“ zum ersten Mal das Bühnenlicht, auf die ich auch schon sehr gespannt bin.

Außerdem wird es 2023 garantiert ein Wiedersehen mit der Partyband BlindDate geben, die erst kürzlich verkündet haben, dass sie sich für das Weitermachen entschieden haben, da darf ich einfach nicht fehlen.

Auch freue mich auf das ein oder andere größere Event, auf dem ich für das Skulls & Bones Magazin unterwegs sein werde. 

DANKE!

Wenn ich letztendlich daran denke, wie sich mein kleines Hobbyprojekt in der kurzen Zeit entwickelt hat und wie viele großartige und herzliche Kontakte dadurch entstanden sind, bin ich einfach nur dankbar. Dankbar für die Zeit und die Erinnerungen, die ich auch durch euren Support, festhalten konnte.

Hobbyfotograf Dirk Martins
Dirk Martins (laut-geknipst.de)

Manche Ziele sollte man sich wahrscheinlich aufbewahren, um den Weg dorthin weiterhin genießen zu können.

Dirk Martins (laut-geknipst.de)

Damals dachte ich eher daran, pro Monat einen Live-Act zu fotografieren, um am Ende des Jahres zwölf coole Bilder für einen Kalender zu haben, den ich mir neben meinen PC aufhängen kann. 2022 sind es dann tatsächlich mindestens 133 verschiedene Live-Acts geworden.

FUNFACT: Ich habe noch immer keinen Fotokalender fürs nächste Jahr. Manche Ziele sollte man sich wahrscheinlich aufbewahren, um den Weg dorthin weiterhin genießen zu können.

In diesem Sinne, bis bald! Bleibt gesund und kommt gut ins Neujahr! <3

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