7 Miles: Ekstase im Musikclub Turbine!

Am Donnerstag, dem 11.08.2022, waren 7 Miles aus Münster im Musikclub Turbine Gronau zu Gast. 7 Miles, das ist Drama, Wut, aber auch jede Menge Hoffnung und Zuversicht, unverpackt im feinsten Indie-Rock.

Im Keller des „rock´n popmuseum“ Gronau befindet sich der Musikclub Turbine

Nach der Show hatten sich die Jungs von 7 Miles im Musikclub Turbine noch jede Menge Zeit für die vielen angereisten Fans genommen. Autogramme, Selfies usw. Auch ich konnte ein paar Fragen loswerden.

7 Miles im Interview:

Hallo 7 Miles, ich bin ja immer wieder neugierig und frage mich bei fast jeder Band, wie der Bandname wohl entstanden ist und ob vielleicht eine Geschichte dahinter steckt?

Ich glaube bei „7 Miles“ geht es viel eher um ein Gefühl, als um eine wirklich wahrhaftige und greifbare Bedeutung. Für uns hat das viel mit Emotionen zu tun.

7Miles – Emotionen pur

Auf eurer Webseite erfährt man, dass ihr erst Anfang 2021 aus „der Taufe gehoben“ wurdet. Ein treuer Fan verriet mir auf dem Gig in Gronau, dass ihr jedoch eigentlich schon viel länger zusammen musiziert? War die Pandemie vielleicht ausschlaggebend, um sich mehr auf die Band bzw. Musik zu konzentrieren?

Das ist richtig, wir haben in verschiedenen Konstellationen über mehrere Jahre hinweg zusammen Musik gemacht. Die Pandemie war dann vielleicht tatsächlich insofern ausschlaggebend, als dass wir uns die Zeit nehmen konnten, um ein Projekt wie „7 Miles“ entstehen lassen zu können.

Ich denke, dass gerade die letzten zwei jahre bei allen Schwierigkeiten halt eben auch Chance geboten haben, um neue Sachen zu probieren, oder probieren zu müssen.

Euer Song „Hold on“, eine Hymne der Hoffnung, ist wahrscheinlich auch in dieser Zeit entstanden, oder?

„Hold On“ ist tatsächlich im Dezember 2020 entstanden, also während ganz Deutschland im tiefsten Lockdown gesteckt hat. Vielleicht ist der Song auch gerade deshalb, vor allem für uns, während des Recordingprozess eine „Hymne der Hoffnung“ gewesen.

7 Miles live in Gronau

Wie sieht euer kreativer Prozess aus, wenn ihr neue Musik/Songs schreibt komponiert? Woher kommen die Texte? Stammen sie aus persönliche Erfahrungen oder Geschichten aus dem Umfeld?

Der Produktionsprozess ist natürlich leider nicht ganz so romantisch, wie man sich das immer so vorstellt. Wir sitzen ja leider keine 4 Wochen in einem teuren Studio und überlegen was wir jetzt am besten machen. Bei uns läuft das häufig so, dass ich den Jungs die Songidee und eine erste Demo schicke.

Wenn wir dann Proben und Schritt für Schritt in unserem Homestudio die Instrumente recorden, dann bessern wir da nach und nach die Demo zu einer fertigen Single aus. Genau dieses gemeinsame basteln, feilen und verbessern ist dann natürlich etwas, was uns in einer so wenig ereignisreichen Zeit doch sehr geholfen hat.

7Miles im Musikclub Turbine

Für mich als Songwriter spielen persönliche Erfahrungen natürlich auch immer eine Rolle. Ich glaube wenn man Songs schreiben will, dann macht man damit fast immer auch ein kleines Fenster zu seiner Seele auf. Das heißt nicht zwingend, dass es auch immer „eins zu eins“ Situationen aus dem Leben sein müssen, aber Haltung, Meinung und Erfahrungen sind natürlich ein essenzieller Bestandteil dessen.

Ich liebe ja eure Single „Run“, so gechillt und voller Zuversicht habe ich bewusst noch keinen Song über das Loslaufen gehört. Welche Geschichte steckt hinter dem Song?

Auch hier muss die Antwort ein bisschen vage sein. In „Run“ behandeln wir vor allem das Gefühl einen Aufbruch zu wagen, also metaphorisch loszulaufen. Dann ist es auch zweitrangig wie erfolgversprechend das Unterfangen ist. Für uns war es wichtiger einen Song darüber zu schreiben, dass man häufig zu lange darüber nachdenkt, ehe man dann mal anfängt „zu laufen“.

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Die zweite Single »Run« von 7 Miles auf YouTube

Woher kommen diese Einflüsse, welche Band oder welche Musiker inspirieren euch besonders und warum?

Ich glaube, dass eine unserer größten Qualitäten darin besteht, dass wir zwar irgendwie eine ähnliche Zielrichtung haben, aber doch alle verschiedene Künstler:innen feiern.
Trotzdem würde ich sagen, dass wir unseren Sound am ehesten im Brit-Pop verordnen würden. Gerade junge britische Künstler und Künstlerinnen, wie The 1975, Sam Fender, Holly Humberstone, Howl & The Hum und so viele mehr, haben uns bei unserer Findung sehr beeinflusst und tun es immer noch.
Am Ende kann aber wahrscheinlich ein vermeintlich außenstehender sowieso eine genauere Zuordnung treffen.

Ihr habt im Musikclub Turbine knapp 2 Stunden ordentlich gerockt und das Publikum ins Schwitzen gebracht. Ich bin mir sicher, dass sich noch viele andere meine nächsten beiden Fragen gestellt haben. Wann kommt die LP?! Und wo kann man Euch in Zukunft nochmal live erleben?

Wir arbeiten im Moment intensiv daran dieses Jahr noch 3-4 Singles zu Releasen. Wir vergrößern unser Team stetig und wollen uns entsprechend auch mit jedem Release vorwärts bewegen. LPs sind deshalb natürlich immer so ein ding… Aber das kommt schon noch.


Bis dahin geht es für uns jetzt noch zu folgenden Dates:


27.08.22: Kamp-Lintfort, Umsonst Und Draußen
16.09.22: Sendenhorst, Craftbeerfestival
04.11.22: Elmshorn, Apollo
11.11.22: Ahlen, Schuhfabrik

Vielen Dank für das Interview, anbei nun noch ein paar Impressionen vom Abend im Musikclub Turbine, im Keller des rock’n’popmuseums. Weitere findet ihr bestimmt demnächst auf den Social-Media-Kanälen von 7 Miles.

Besten Dank auch an das Team vom Musikclub Turbine, es war mir eine Freude bei Euch in den „heiligen Hallen“ fotografieren zu dürfen.

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