So schmeckt der Sommer: Sperenzken Open Air 2023

Juni 8, 2023

Endlich Sommer, Sonne, Festival! Am vergangenen Wochenende fand im Kombibad AquAHAUS in Ahaus das Sperenzken Open Air statt. Zahlreiche Besucher reisten aus ganz Deutschland an, um mit Shimaera, Acid Lizard, Antiheld, Mr. Wilson, Maiva, Liser, Conny, Raum27 oder Kaffkiez bei besten Wetter zu feiern. Am Familiensonntag waren zudem Herr Jan und der Polizeikinderchor zu Gast.

Mitten in der Menge war auch eine fast unsichtbare Figur: ein Mann mit einer Yps-Mütze und einer stets bereiten Kamera. Dieser mysteriöse Mann war natürlich ich, eingeladen von der MIA durfte ich das Festival mit der Kamera dokumentieren und sämtliche Bereiche des Festival kennenlernen. Was ich dabei alles erlebt habe, kannst du in den nächsten Zeilen nachlesen. Also, mach es dir gemütlich und nimm dir einen Moment Zeit für meinen ganz persönlichen Festival-Bericht.

Sperenzken: Ein Festival, das seinen Namen tanzt

Sperenzken, klingt das nicht wie der geheime Code einer alten Zivilisation oder vielleicht wie ein unausgesprochenes Versprechen? Tatsächlich handelt es sich dabei um das Festival der Musikinitiative Ahaus, die auch kurz als MIA bekannt ist. Bis Dezember 2021 trug das MIA-Festival jedoch noch den fröhlichen Namen MammaMIA. Um Verwechslungen zu vermeiden, folgte das Rebranding, die Transformation, die Metamorphose im Jahr 2022.

Schattiges Plätzchen auf dem Sperenzken Open Air

Sperenzken ist aber auch eines dieser wunderbaren deutschen Worte, das in seiner Bedeutung – unnötige Umstände, Verzögerungen oder auch Spielereien – das Konzept des Festivals perfekt illustriert. Bei Sperenzken geht es darum, seine Zeit bewusst zu „verschwenden“. Frei nach dem Motto „Freizeit besteht nicht im Nichtstun, sondern in dem was wir sonst nicht tun“, engagierten sich auch in diesem Jahr wieder zahlreiche ehrenamtliche Helfer, die das Festival mit unendlicher Leidenschaft auf die Beine stellten.

Teamwork und Logistik: Im Herzen des Festivalbetriebs

Ob Ton, Bühnentechniker, Thekenkraft, Küchenhilfe, Bandbetreuung, Ordner oder zum Beispiel ganz neu dabei, das Awareness-Team. Hinter den Kulissen herrschte ein Ferienlager-Flair für Erwachsene, alles war bestens organisiert. Jeder hatte seine Aufgabe und alles bestens im Griff. Selbst als plötzlich zahlreiche Becher an den Bierständen fehlten. Schwups war schon ein Orgateam unterwegs um Nachschub zu beschaffen.

Ein sicherer Hafen: Das Awareness-Team

Das Awareness-Team feierte dieses Jahr Premiere auf dem Sperenzken Open Air. Ihre Mission war ganz klar die Sicherheit und besonders das Wohlbefinden aller Anwesenden. Sie waren die stillen Superhelden des Festivals, die Hüter der Wohlfühlzone und die Verfechter eines harmonischen Miteinanders.

Im Mittelpunkt: Sicherheit und Wohlbefinden

Das Awareness Team könnte man sich wie einen Bergführer vorstellen, der dich sicher durch das tobende Gewitter der Klänge, Farben und Emotionen führt. Sie sind ein Anker in der wilden See des Festivals, der dafür sorgt, dass du immer einen Platz hast, an dem du ankommen und durchatmen kannst.

Gästepinnwand mit viel positiven Feedback

Ich war sehr beeindruckt von der ruhigen Präsenz und dem liebevoll eingerichteten „Safer Space“. Mit zahlreichen Sitzkissen, Kissen und Decken wirkte dieser Bereich sehr einladend. Ja, denn Sperenzken ist auch, wenn du dich auf eine Decke legst und den Himmel beobachtest, während Livemusik im Hintergrund spielt. Und Livemusik gab es an dem Wochenende reichlich zu hören.

Der Festival Freitag auf dem Sperenzken Open Air

Shimaera: Eine Musikalische Reise

Als der erste Akkord von Shimaera auf dem Sperenzken Open Air erklang, war klar, dass die musikalische Reise begonnen hatte. Diese siebenköpfige Alternative Rock-Band aus Ahaus betrat die Bühne mit einer aufrichtigen Entschlossenheit, das Publikum mit ihren einzigartigen Kompositionen zu erreichen.

Shimaera – überraschte zum Auftakt beim Sperenzken 2023

Die Performance von Shimaera beim Sperenzken Open Air war kein lärmendes Spektakel, sondern eine gezielte Demonstration musikalischer Finesse und Intensität. Es war eine Erinnerung daran, dass inmitten des Festivalchaos eine Band auftreten kann, die nicht nur spielt, sondern ihr Publikum mit auf eine Reise nimmt.

Acid Lizard: Eine Band im Wandel

Acid Lizard, die aus den Schatten einer einst namenlosen Coverband hervortrat, erzählte auf dem Sperenzken Open Air die Geschichte einer Band, die ihre musikalische Identität gefunden hat. Ihr Auftritt auf dem Sperenzken Open Air war mehr als nur ein Konzert – es war eine Feier ihrer unerschütterlichen Standhaftigkeit und musikalischen Evolution.

Acid Lizard auf dem Sperenzken 2023

Derzeit sucht das Trio noch händedringend einen Rhythmus-Gitarristen. Also falls wer wen kennt, der schon immer mal Rockstar werden wollte, meldet euch gern bei der Band! 

Antiheld: Eine Wilde Achterbahnfahrt – das erste große Highlight

Die Jungs von Antiheld rissen an diesem Abend die Bühne des Sperenzken Open Air auf. Mit ihrer energiegeladenen Performance haben sie uns auf eine wilde Achterbahnfahrt mitgenommen, vollgepackt mit jeder Menge Rock’n’Roll, Emotionen und einer gehörigen Portion Leidenschaft.

Diese Jungs aus Stuttgart knallten los wie ein Silvesterfeuerwerk – bunt, laut und voller Überraschungen. Vom Start weg rockten sie die Bühne, jonglierten zwischen den Genres wie ein Zirkusartist. Da gab es Pop, Punk, Rock, Balladen – alles in einem wilden Durcheinander, aber stets auf den Punkt gebracht. 

Antiheld beim Sperenzken Open Air 2023

Frontmann Luca, dieser fesselnde Textakrobat, servierte uns Texte, die von politischen Statements, über persönliche Schicksalsschläge, bis hin zum ganz normalen Chaos im Leben reichten. Und dann Matze. Der Typ ist aus härterem Holz geschnitzt als eine sturmerprobte Eiche. Trotz eines Kreuzbandrisses rockte er den Bass, während er auf die Bühne gerollt wurde und lieferte anschließend eine Show ab, die wir so schnell nicht vergessen werden. Das nenn‘ ich mal Einsatz!

Antiheld Matze rockte trotz Kreuzbandriss auf der Sperenzken Bühne

An jenem Abend kreuzten die Jungs von Antiheld zum ersten Mal meinen musikalischen Horizont – und was für eine Begegnung das war! Ihr Sound hat mich nicht nur abgeholt, sondern auf eine aufregende musikalische Reise mitgenommen. Ich bin Antiheld, danke dafür! 

Mr. Wilson: Zeitreise in die 90er

Mr. Wilson, die musikalische Zeitmaschine des Sperenzken Open Air, katapultierte uns zurück in die 90er Jahre. Mit ihrem wilden Mix aus Grunge, Punk und Rock schufen sie nicht nur eine nostalgische Atmosphäre, sondern auch einen Klangteppich, der die Herzen aller 90er-Jahre-Musikliebhaber höher schlagen ließ.

Wenn es jemals eine Zeitmaschine gegeben hätte, die Musikliebhaber zurück in die 90er Jahre katapultieren könnte, dann hätte sie an diesem Freitagabend definitiv den Namen „Mr. Wilson“ getragen.

Mr. Wilson auf dem Sperenzken Open Air 2023

Mit der Energie eines überdimensionierten Trittstoßes in die Magengrube, machten sich diese fünf Musikerdudes daran, das Sperenzken-Festival mit einem Blitz aus Grunge, Punk und Rock zu überziehen. Und nicht irgendwelcher Rock, nein, das waren fein ausgewählte Melodien aus der 90er Jahre Schatzkammer, die, wie die verlorenen Goldstücke eines Piratenschatzes, oft auf den Mainstream-Partys oder im Radio übersehen werden.

Erinnert ihr euch noch an die 90er? Die Zeit, als ‚Barbie Girl‘ und ‚Blümchen‘ die Charts stürmten? Mr. Wilson schon. Und sie schlugen uns mit der Erinnerung, dass diese Dekade mehr zu bieten hatte. Mit Hits von Rage Against The Machine, POD, Red Hot Chilli Pepers, Linkin Park, Queens of the Stone Age oder 3Doors Down, schufen sie nicht nur eine nostalgische Atmosphäre, sondern auch einen Klangteppich, der so sehr nach „meiner Lieblingsplaylist“ schmeckte, dass ich fast den CD-Spieler meines alten VW Golfs vermisse.

Danke, Mr. Wilson, für diese herrliche musikalische Zeitreise! Ihr habt den Freitagabend auf eine Weise ausklingen lassen, die einfach nicht besser hätte sein können!

Der Festival Samstag auf dem Sperenzken Open Air

Maiva: Der schillernde Auftakt

Als der Samstag auf dem Sperenzken Festival langsam erwachte, schnürte Maiva, eine 21-jährige musikalische Kometin aus Münster, ihre elektrischen Pop-Schuhe und enterte die Bühne. Mit glühendem Feuer in ihren Augen setzte sie ihre Soundwellen auf das Publikum frei.

MAIVA auf dem Sperenzken Open Air 2023

Maiva ist nicht nur ein Name – sie ist ein glitzerndes, pulsierendes Phänomen, das sich zwischen Electro-Pop und Alt-Pop bewegt und gleichzeitig mit dem lockenden Funk und Dance Pop flirtet. Ihr Bass trieb in unseren Knochen, gravierte ihre Melodien in unseren Geist und hinterließ tiefe Eindrücke. Sie schnappte sich das Mikrofon, und das Festivalgelände wurde zu ihrem Spielplatz, jeder Song ein neues Karussell.

Einflüsse von Dua Lipa und Upsahl zeichneten sich in den Linien ihres musikalischen Musters ab, aber Maiva war und blieb absolut sie selbst. Als sie unter dem Scheinwerferlicht hin und her tanzte entfachte Maiva spätestens mit ihrer Debütsingle „Concentrate“ den Funken des Tages. Ganz frisch aus dem Musikstudio servierte sie uns dann „When I Go To Sleep“ und gab uns noch einen Vorgeschmack auf „Female Faces 2“. Ein knalliger Start in den Tag, der die Festivalstimmung direkt auf Hochspannung brachte.

Liser: Rap-Rebellion in Punk-Manier

Dann trat Liser auf, wie eine Punk-Rock-Königin des Rap, deren Stimme durch das luftige Weite des Sperenzken Open Air Festivals hallte. Ihre Texte, eine Mischung aus politischem Scharfsinn und schmerzlich persönlichen Erfahrungen, trafen das Publikum wie feministische Hymnen.

Liser auf dem Sperenzken Open Air 2023

Ihre treffsicheren Punchlines durchschlugen den Äther, ihre lyrischen Mantras weckten uns auf, ermutigten uns und gaben Kraft. Es waren Liser’s Melodien, die mal wütend, mal zärtlich, immer aber voller Widerstand und Mut in der Luft schwebten. Ihre elektronischen Spielereien und ihre Punk-Energie vermischten sich zu einem aufregenden musikalischen Cocktail, der uns einzigartige Augenblicke schenkte. Zum Schluss blieb nur eines zu sagen, alle lieben Liser. Schön, dass es Dich gibt!

CONNY: Lyrischer Wirbelwind und Geschlechterdiskurs

Mit der Wucht eines Hurrikans stürmte CONNY die Bühne des Sperenzken Open Air. Seine Lyrik schlug beim Publikum ein wie eine Welle, unerschütterlich, gewaltig und überraschend.

CONNY beim Sperenzken Open Air 2023

Ob er nun die Geschlechterrollen und Männlichkeit auf den Prüfstand stellte oder den Kapitalismus aufs Korn nahm, CONNY war nicht hier, um zu gefallen. Er war hier, um das Publikum zu konfrontieren, um sie zum Nachdenken zu bringen. Mit seinem zweiten Teil der „Manic Pixie Dream Boy“-Trilogie, in der wir in einer Welt leben, die zwischen Wohngemeinschaften und millionenfach geklickten Gender Reveal Parties balanciert, wirft er die Frage auf: Was bedeutet das Wort „Geschlecht“ im Jahr 2023 noch?

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war zweifellos der Moment, als CONNY und Liser gemeinsam den Song „Pfefferspray“ auf der Bühne performten. Ein Lied, das wie ein Faustschlag ins Gesicht der toxischen Männlichkeit wirkt, und das Publikum sowohl in seinen harten Wahrheiten als auch in seiner poetischen Schönheit fesselt.

CONNY & Liser Sperenzken 2023

Es war ein kraftvoller Moment des offenen Dialogs, der die Grenzen zwischen Künstler und Publikum verschwimmen ließ und jeden Zuhörer in tiefgründige Reflexionen über Geschlechterrollen und individuelle Identität stürzte. Besonders gefallen hat mir dabei, dass CONNY diesen Song frühzeitig ankündigte und somit auch rechtzeitig eine Triggerwarnung aussprach.

Raum 27 stürmten an dem Wochenende nicht nur die Charts

Es war eine Explosion von Show, Leute! Raum 27 rockten den Sperenzken Open Air mit einem Enthusiasmus, der von der ersten Sekunde an spürbar war. Die Freude und Energie der Band waren unverkennbar. Die strahlenden Gesichter und die Hingabe, mit der sie performten, ließen keinen Zweifel: Diese Band hatte Bock! Es war ein Fest für Fans und Band gleichermaßen.

Raum 27 – Freudensprung

Man konnte kaum glauben, dass diese Typen eigentlich von der Nordseeküste stammen. Aber genau das machte ihren Charme aus. Sie waren wie die Jungs von nebenan, die sich auf der großen Bühne austoben durften. Und sie taten es mit Leidenschaft.

Mit ihrem energiegeladenen Hybrid-Pop, den eingängigen Melodien und dem markanten Gesang haben sie alle mitgerissen. Es war ein unvergesslicher Abend, und man konnte sehen, wie sehr sie ihren Erfolg genossen. Platz 29 in den Charts mit ihrem Debüt-Album „Anfangen anzufangen“ – das ist schon eine Leistung, die gefeiert werden muss.

Aber das Besondere an diesem Abend war nicht nur die Musik, es war die Stimmung. Alle sangen mit, das Publikum war begeistert. Man spürte die Einigkeit, die Musik schafft. Es war, als ob Raum 27 uns alle in ihren verrückten Raum einluden und sagten: „Komm einfach rein und sei du selbst!“ Und wir haben es geliebt.

Das Klima wieder hin – ein starker Seitenhieb von Raum 27

Es bleibt ganz bestimmt aufregend, die weitere Entwicklung dieser Band zu beobachten. Aber eines ist sicher: Sie haben schon jetzt viele Herzen im Sturm erobert. Und das trotz oder vielleicht wegen des ironischen Seitenhieb auf unseren locker-flockigen Umgang mit der Klimakrise.

Denn in dem Song „Das Klima wieder hin“ von Raum 27 geht es um die schamlose Gleichgültigkeit und das Ausblenden unserer Umweltverantwortung. Wir chillen an der Sonne, schlürfen Cocktails und schmeißen dabei Kippen an Orte, wo uns keiner sieht. „Na und, das Klima kriegen wir schon wieder hin“ – das ist die Lebenseinstellung, die der Song kritisiert. Es ist ein krasser Wake-Up-Call, der uns auffordert, aus unserer Bequemlichkeit aufzuwachen und uns der Realität zu stellen.

Die Zeilen „Bin ich ab Samstag für alles wieder blind / Lauf‘ in grün gewaschenen Sachen Richtung Untergang“ knallen einem die Scheinheiligkeit unserer „grün gewaschenen“ Gesellschaft richtig vor den Latz. Und das mit einer Ohrwurm-Melodie, die sich schneller in deinem Kopf festsetzt, als du „Klimakrise“ sagen kannst.

Richtig stark! Ich habe jedenfalls angefangen anzufangen Raum 27 ins Herz zu schließen, für mich persönlich war es die musikalische Entdeckung des Jahres, kann, muss man einfach lieben! 

Sperenzken ist, wenn in der Umbauphase spontan neben der Bühne gerockt wird

Als Raum 27 ihren würdigen Abgang auf der großen Bühne vollzogen hatte, wurde eine ausgedehnte Atempause und Umgestaltungsperiode eingeläutet. Um das Warten für die Zuschauer angenehmer zu machen, sprang ein unerwarteter Auftritt von den beiden passionierten Musikern und Liedermachern Ali & Luke ein. Neben einigen Neuinterpretationen bekannter Songs, präsentierten sie stolz eine Auswahl ihrer eigenen melodischen Kreationen.

Ali & Luke mit Friends

Es war echt der Hammer, wie die beiden mit nix als ihren Stimmen und einer Klampfe die Menge richtig heiß machten und zum Grölen brachten. Am Ende stießen dann noch ein paar Kumpels von den Shoulder Monkeyz und den Soeckers aus Münster dazu und machten die Sache richtig rund.

Kaffkiez: Ein gelungener, unvergesslicher Ausklang

Die Lichter dimmten, die Sonne ging unter und der gelassene Ausklang des Sperenzken Open Air am Samstag wurde von einer Band eingeleitet, die für ihre rohe Ehrlichkeit und pulsierende Energie bekannt ist: Kaffkiez.

Seit ihrem Durchbruch im Jahr 2020 haben diese fünf Jungs aus Rosenheim die Indie-Szene in Deutschland im Sturm erobert, trotz der Herausforderungen, die die Pandemie mit sich brachte.

Kaffkiez – Sperenzken 2023

Die Musik von Kaffkiez ist wie eine unvergessliche Party: aufregend, voller Leidenschaft und immer etwas überraschend. Sie haben diese Stimmung auf das Sperenzken Open Air übertragen und sorgten für einen perfekten Ausklang des Festivals. Ihre Songs, die in großen Radiosendern und Playlisten zu hören sind, schallten über das Gelände und man konnte die ansteckende Energie förmlich spüren.

Doch Kaffkiez ist nicht nur für ihre Musik bekannt. Sie sind auch Meister darin, ihre Lebensfreude auf die Bühne zu bringen. Und genau das taten sie am Samstagabend. Sie feierten nicht nur ihre Musik, sondern auch das Publikum, das mit ihnen sang, tanzte und lachte. Es war eine wunderbare Atmosphäre, die man nicht so leicht vergisst.

So endete das Sperenzken Open Air auf die bestmögliche Weise, mit guter Musik, guter Stimmung und einer Band, die weiß, wie man eine echte Indie-Party schmeißt.

Ein Fest für die Kleinsten: Der Sperenzken Familiensonntag

Als die Morgensonne des letzten Tages auf das Sperenzken Festivalgelände fiel, war sofort klar, dass der Sonntag eine ganz spezielle Note trug. Dieser Tag war den Kindern und Familien gewidmet. Der süße Duft von Popcorn vermischte sich mit der frischen Landluft und verwandelte das übliche Festivalareal in ein buntes Paradies für die jüngsten Festivalbesucher.

Spielerisches Chaos: Die KidzArea

Die traditionell aufgebaute KidzArea, liebevoll gestaltet vom Jugendwerk Ahaus e.V., stach besonders ins Auge. Kinder aller Altersgruppen konnten hier herumtollen, spielen und neue Freundschaften knüpfen, während die Eltern entspannt in der Nähe verweilten und das farbenfrohe Treiben beobachteten.

Neben der KidzArea hatten die Kinder die Möglichkeit, sich von der talentierten Künstlerin La Calla KIDS schminken zu lassen. Sie konnten bunte und fantasievolle Designs auf ihren Gesichtern tragen, von Schmetterlingen und Einhörnern bis hin zu Superhelden. Zusätzlich wurden glitzernde Tattoos angeboten, die ihre Arme zum Funkeln brachten. Für diejenigen, die es lieber bei den Haaren mochten, gab es kunstvoll geflochtene Frisuren und bunte Haarsträhnen.

Musikalische Freude für die ganze Familie: Herr Jan und der Polizeikinderchor Ahaus

Musik war selbstverständlich auch Teil dieses kinderfreundlichen Festivaltages. Neben der Bühne bot Herr Jan mit seinen sonnigen Klängen ein musikalisches Erlebnis für die ganze Familie. Sein jüngster Hit „Mensch, bleib mal locker“, der gerade erst am Freitag frisch veröffentlicht wurde, stellte ein besonderes Highlight dar.

Der Familientag beim Sperenzken Festival war ein voller Erfolg. Ein Tag, an dem das Lachen und die Freude der Kinder im Mittelpunkt standen und das Festivalgelände mit einer unvergesslichen Energie füllten.

Persönliches Fazit zum Sperenzken

Sperenzken ist, wenn du dich mit Fremden anfreundest und am Ende des Tages wie eine große Familie fühlst.

Dirk – laut-geknipst

Ganz ehrlich, vom Sperenzken Open Air hatte ich erst nicht viel erwartet. Stellte es mir kleiner vor. Aber als ich ankam, war ich komplett baff: So ein Riesengelände vor einem Freibad hatte ich echt noch nie gesehen. Das Programm war mir größtenteils unbekannt, bis auf Mr. Wilson, die ich vom letzten Jahr vom Rock im Garten Festival kannte.

Der Freitag erschien mir wie ein gemütlicher Familienausflug, auf Schritt und Tritt stieß ich im Publikum auf bekannte Gesichter aus der regionalen Musikszene. Ein waschechtes Heimspiel! Alles andere schien in harmonischer Ordnung: Mein Platz für den Van war erstklassig, das Catering voller Wohlgeschmack. Das Bandcamp war ein echtes Schlaraffenland der Bequemlichkeit, und trotzdem blieb ich dort eher im Hintergrund, da ich aus Achtung vor den Bands niemanden hinter den Kulissen mit meiner Kamera in Unruhe versetzen wollte.

Danke an alle Helfer, die zu diesem wunderbaren Festival beigetragen haben.

Und dann waren da noch die vielen „Kleinen Dinge“, die ich fast vergessen hätte. Die Jungs und Mädels von der Seebrücke Ahaus und dem DLRG, die da waren und informierten. Die tolle Zusammenarbeit mit Foodsharing Ahaus. Also echt, ich könnte hier noch ewig weiter erzählen, das Festivalwochenende war einfach perfekt. Und das krasseste: Das alles wurde nur von ehrenamtlichen Helfern auf die Beine gestellt. Echt der Hammer!

Abschließend kann ich nur sagen, „So schmeckt der Sommer“, so kann es weitergehen. Das Sperenzken Open Air hat gut vorgelegt und Messlatte sehr weit nach oben getrieben. In knapp vier Wochen folgt mit dem Rock im Garten das nächste Festival in der Region auf das ich mich ebenfalls sehr freue.

Impressionen vom Sperenzken 2023

Ein großes Dankeschön geht an das Team der Mia, denn ohne sie hätte ich dieses fantastische Wochenende nicht miterleben dürfen! Es war mir ein absolutes Vergnügen und ich freue mich schon jetzt auf das nächste Sperenzken in 2025!

Dirk Martins

Wie wäre es, wenn ich über Dein Event oder Deine Band berichten würde? Schreibe mir gerne unter: info@laut-geknipst.de

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