Hey du! Stell dir vor, es ist ein lauer Aprilabend in Epe, die Luft riecht nach Frühling und plötzlich knallt ein Basslauf so trocken in die Menge, dass dein Bier im Becher zittert. Genau so fühlte es sich an, als The Funkeys am Samstagabend das „Jazzfest meets Frühlingsfest“ eröffnet haben.
Eines vorweg: Das war kein gemütliches Mitwippen, das war der offizielle Startschuss für die Jazzfest-Woche in Gronau. Wer danach nicht im Festival-Modus ist, dem ist auch nicht mehr zu helfen.
Warm-up und Pausen-Beats
Bevor die Band pünktlich um 20 Uhr die Bühne kaperte, hatte einer schon mal ordentlich vorgeheizt: DJ Trivish Valo. Mit den richtigen Beats hat er dafür gesorgt, dass die Crowd schon auf Betriebstemperatur war, als die ersten Funkey-Akkorde fielen.

Und auch in den Pausen zwischen den Sets hat er den Vibe genau da gehalten, wo er hingehört – oben!
Zehn Leute, ein Groove
Was die Truppe aus Rheine so besonders macht? Dieser fette, handgemachte Sound. Da kommt nichts vom Band oder aus der Konserve. Wenn die Bläsersektion loslegt, drückt das so gewaltig, dass selbst die Leute am hintersten Pommesstand plötzlich die Hüften schwingen. Man merkt an jeder Ecke, dass diese Truppe seit über 30 Jahren zusammen spielt. Die Rhythmusfraktion läuft wie ein Schweizer Uhrwerk – das ist kein steifes Konzert, das ist eine verschworene Gemeinschaft, die genau weiß, wie sie uns zum Schwitzen bringt.
Von Gänsehaut bis Ekstase: Meine Highlights
Der Abend war eine wilde Tour durch die Musikgeschichte, aufgeteilt in drei Sets, die uns kaum Zeit zum Luftholen ließen. Hier meine absoluten Favoriten:
Der Soul-Faktor: Als „Blame it on the Boogie“ angestimmt wurde, war das Eis sofort gebrochen. Diese Kombi aus Julia und Stevey am Mikro ist einfach eine Bank, die zwei spielen sich die Bälle zu, dass es eine Freude ist der Truppe zuzuhören.

Der Moment des Abends: Bei Phil Collins’ „In the Air Tonight“ wurde es kurz fast andächtig, bis das berühmte Schlagzeug-Break einschlug. Da gab es kein Halten mehr.
Hymnen-Alarm: Bei „We Built This City“ wurde der Marktplatz endgültig zur Partyzone. Die Funkeys schafften es, diese Riesensongs so zu spielen, dass sie trotzdem diesen speziellen, erdigen „Funkey-Dreck“ behielten.
Gegen Ende, bei der Zugabe „Proud Mary“, kam dann die Ansage: „Alle nach vorne!“ Und Epe hat geliefert. Wer da noch stillstand, hatte wahrscheinlich die Füße einbetoniert.
Fazit
Einen besseren Auftakt für das Jazzfest Gronau hätte man sich nicht wünschen können. Die Funkeys haben die Messlatte hoch justiert und die Vorfreude auf das Jazzfest ordentlich angekurbelt.
Also, falls du nicht dabei warst: Kopf hoch, die Jazzfest-Woche geht gerade erst los! Das komplette Programm findet ihr unter https://jazzfest.de und Tickets findet hier bei Eventim.
Bilder vom Abend
























