Hast du schon mal in deinem flauschigsten Schlafanzug vor tausenden Leuten getanzt und kennst du das Gefühl, wenn die Grenze zwischen deinem gemütlichen Schlafzimmer und einem bebenden Festzelt einfach mal komplett verschwimmt? Genau das ist der Pyjamaball in Waltrop!
Am Samstag, den 7. Februar 2026, war es wieder soweit. Ich war für euch mit der Kamera mittendrin im schwarz-rot-gestreiften Wahnsinn auf dem Raiffeisenplatz. Und ich sage euch: Wer dachte, man könne im Nachthemd keinen Abriss feiern, der war noch nie in Waltrop!
Ein Meer aus Baumwolle und Bademänteln
Schon um 20:11 Uhr, eine Uhrzeit, die verdächtig nach Karneval riecht, öffneten sich die Pforten. Während draußen die Stadtverwaltung mit Straßensperren und Halteverboten den logistischen Endgegner bezwang, verwandelte sich das Festzelt in ein soziologisches Laboratorium der Entspannung.

Ob klassischer Schlafanzug, edles Nachthemd oder der moderne „Onesie“ – hier sind alle gleich. Statusunterschiede? Gibt’s nicht. Hier zählt nur, wer am lautesten mitsingt.
Der „Baby Bell“-Wahnsinn: Ein Moment für die Ewigkeit
Kommen wir zum absoluten Highlight, bei dem das Zelt fast abgehoben wäre. Ursprünglich sollte Frenzy kommen, doch nach ihrer Absage sprangen Breitner und der Zipfelbube ein. Und was soll ich sagen? Breitner hat Waltrop nicht nur besucht, er hat es annektiert!
Sein Hit „Baby Bell“ schlug ein wie eine Bombe. Die Menge war so außer Rand und Band, dass Breitner den Song während seiner Show sage und schreibe vier Mal performte! Die Jugend war am Ausrasten. Aber der wahre Gänsehaut-Moment kam danach: Als die Jungs und Mädels von Like This wieder die Bühne übernahmen, starteten sie als Gag ihre zweite Setliste direkt mit – ihr ratet es nie – „Baby Bell“ und einem fetten Danke an Breitner.

Der Typ hat’s mit Humor genommen, ist einfach wieder auf die Bühne gesprungen und hat im Duett mit der Band die fünfte Runde eingeläutet. Diesmal komplett live mit Instrumenten statt vom Band. Der Siedepunkt war erreicht, die Stimmung: absolut eskalativ!
Von „Forever Young“ bis zum totalen Abriss
Das Programm war ein wilder Ritt durch die Musikgeschichte:
- DJ Marc Pesch hat uns als Resident-DJ gewohnt souverän eingeheizt.
- Like This haben alles gegeben – von Klassikern wie „99 Luftballons“ über „Viva la Vida“ bis hin zu „Numb“ und „Angels“ zum krönenden Abschluss.
- Dazwischen sorgte der Zipfelbube um Mitternacht nochmal für den nötigen Party-Treibstoff.
Besonders cool: 2026 gab es erstmals eine „Oldie-Ecke“, damit auch die Generationen, die vielleicht schon 1971 beim allerersten Ball dabei waren, ihren Platz zum Feiern fanden.
Mehr als nur eine Party: Ehrenamt mit Herz
Hinter all dem Wahnsinn steckt die KLJB Waltrop. Es ist Wahnsinn, was die Truppe hier seit über 50 Jahren auf die Beine stellt. Was 1947 als kleine Jugendbauernschaft begann, ist heute die finanzielle und organisatorische Basis für unzählige soziale Projekte in unserer Stadt.

Ein fettes Danke an dieser Stelle an alle Ehrenamtlichen, die diesen „logistischen Ausnahmezustand“ jedes Jahr aufs Neue bändigen.
Mein Fazit
Der Pyjamaball 2026 hat bewiesen: Diese Legende lebt! Trotz Programmänderungen und logistischen Hürden bleibt die „comunitas“ unter den Schlafanzugträgern ungeschlagen. Wenn du dieses Jahr nicht dabei warst, hast du definitiv etwas verpasst, vor allem die Geburtsstunde des „Baby Bell“-Dauerschleifen-Kults. lol.
Bilder vom Pyjamaball



























