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Project FAME

Laut beschenkt: Project FAME unterstützt benachteiligte Kids & Jugendliche!

Nachrichten und Geschichten im Bezug auf Musiker sind in Zeiten von Corona und #alarmstuferot meistens leider eher negativ behaftet. Nicht so die folgende Geschichte von Basti Scholz und seinem Project FAME. 

Es kommt nicht oft vor, dass mich Beiträge aus Facebook-Gruppen über mehrere Wochen fesseln und begeistern. Deswegen muss ich die Story, wie Musiker Basti Scholz aus der Not eine Tugend kreierte, einfach teilen. Für alle, die zuerst die letzten Seiten im Buch lesen, um das Happy End zu checken, hier die Fakten zum Project FAME:

Project FAME steht für Furtherance of Art and Music Education (zu Deutsch: Förderung der Kunst- und Musikerziehung). Ziel des Projekts ist es Kindern und Jugendlichen dabei zu helfen kostenlos ein Instrument zu erhalten und dieses bestenfalls auch kostenlos zu erlernen. Dafür sammelt die im Oktober 2020 gegründete Wohltätigkeitsorganisation Projekt FAME, zum einen Sachspenden, wie zum Beispiel nicht mehr benötigte Instrumente und zum anderen selbstverständlich auch Geldspenden.

Project FAME: Der Weg zum Ruhm

Doch erstmal auf Anfang, wie kam es zu diesem Projekt, welches sich im Laufe der Zeit zu der Wohltätigkeitsorganisation Project FAME entwickelte?!

Schuld an der Entstehung war eine traurige Geschichte aus dem Bekanntenkreis von Basti Scholz. Eine Freundin erzählte ihm, dass sie kurz vor Weihnachten ihren Job verlor und aufgrund dessen den Herzenswunsch ihrer Tochter nicht stemmen konnte. Diese wünschte sich nichts sehnlicher, als eine kleine Gitarre zu Weihnachten. Doch selbst eine gebrauchte Klampfe passte einfach nicht mehr in das Budget der bekannten Freundin.

Basti ging diese deprimierende Story nicht aus dem Kopf, so dass er diese an einem darauffolgenden Tag vor einem Konzert unter seinen Musikerfreunden erzählte. Daraufhin marschierte ein Freund kurzer Hand in den Keller und überreichte Basti eine nicht mehr benötigte Gitarre für das junge Mädchen. Ihr könnt euch nun sicherlich vorstellen, wie groß die Freude bei allen Beteiligten letztendlich zu Weihnachten war.

Da Basti Scholz über die Jahre so viele Kontakte in der Musikszene sammeln konnte, wie zum Beispiel in seiner Facebook-Gruppe „we are FAME – das Musikernetzwerk“ (mit inzwischen über 40tausend Mitgliedern), kam schnell der Gedanke, dass evtl. noch mehr verstaubte Instrumente den Weg in Kinderhände finden könnten. So nutzte er seine Reichweite und fragte in der Community vorsichtig nach alten Schätzen aus dem Keller oder Proberaum. Seitdem vergeht kaum eine Woche, in der es Scholz nicht gelingt finanziell benachteiligte Kids und Jugendliche eine Freude zu bereiten.

Aber auch die Spendenbereitschaft nimmt erfreulicherweise immer weiter zu. So dass Scholz in der kurzen Zeit schon über 50 Instrumente an bedürftige Familien, Kids und Jugendliche weitergeben konnte.

Verstaubtes Schlagzeug im Keller
Project Fame bringt alte Instrumente wieder in Form und Kinderaugen zum Strahlen.

Project FAME: Spenden die ankommen

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, begeistert mich dieses Projekt seit der Entstehung im Oktober. Das liegt insbesondere an den vielen erfreulichen Beiträgen auf der Project FAME Facebook-Seite. In regelmäßigen Abständen berichtet Basti Scholz dort, wo die Instrumente zum Beispiel ankommen. Aber auch darüber, wie hilfreich ein geschenktes Instrument sein kann.

Es sind die kleinen Geschichten am Rande, die einem regelmäßig das Herz erwärmen. Ob von der alleinerziehenden Mutter, den Familien die durch Covid in eine finanzielle Schieflage geraten sind, Jugendliche die ihre Sucht in den Griff bekommen oder zum Beispiel von autistischen Kids die fröhlich in ihre eigene Welt abtauchen und durch das Musizieren zur Ruhe kommen.

Ganz besonders erfreuen mich aber auch die Geschichten rund um das Project FAME und die stetig positive Entwicklung des Projektes.

Project FAME: Zukunftsmusik

In einem Interview mit Klassikradio.de verriet Basti Scholz zudem welche weitere Entwicklung er sich für das Projekt wünschen würde. Ihm ist es wichtig, dass die Kinder auch Zugang zum Musikunterricht erhalten. Es ist zwar schön ein Musikinstrument zu besitzen, doch ohne begleiteten professionellen Unterricht nicht unbedingt zielführend. Daher würde er gerne durch die Hilfe von Sponsoren und Spendengeldern eine eigene kleine Musikschule gründen, um Kindern und Jugendlichen aus finanzschwachen Familien kostenlosen Musikunterricht ermöglichen zu können.

Dafür sind die ersten Hürden bereits überwunden. So gründete Scholz vor kurzem eine kleine Firma, ein Antrag auf Gemeinnützigkeit ist in Bearbeitung und eine Crowdfunding-Kampagne ist ebenfalls schon bald am Start.

Wie und wo kann man helfen?!

Meme Project FAME

Das schöne an der Geschichte ist, dass jeder diesem ehrenwerten Projekt zu noch mehr Ruhm verhelfen kann. Selbst wenn ihr selber kein Geld oder ein Instrument spenden könnt. Besucht dafür zum Beispiel einfach die Facebook-Seite, gebt dem Project FAME einen dicken Daumen nach oben, stöbert euch durch die Beiträge und teilt diese kräftig, damit eure Freunde davon erfahren und es ebenfalls weiterverbreiten können.

Ihr nutzt kein Facebook? Kein Problem, am unterem Ende des Artikels verlinke ich einige Beiträge, die außerhalb des sozialen Netzwerks veröffentlicht wurden. Oder erzählt in der Mittagspause auf der Arbeit von diesem frischen Projekt und fragt nach, vielleicht findet sich ja jemand mit einem alten, aber noch funktionsfähigen nicht mehr benötigtem Instrument.

 

Laut beschenkt

Projekte, die mich überzeugen und begeistern unterstütze ich immer wieder gerne. Deswegen berichte ich nicht nur über das Project FAME, sondern freue mich auch darüber, Basti demnächst ein Schlagzeug überreichen zu dürfen. (Dann gibt’s bestimmt auch ein paar „laut-geknipste“ und frische Bilder von Basti zu sehen.)

Zudem möchte ich, wenn die nächste Konzert-Saison irgendwann nach Corona wieder beginnt, sämtliche Bands, die nicht akzeptieren können, dass ich während meiner „Fotoausbildung“ kein Geld für meine Bilder verlange, auf die künftige Crowdfunding-Kampagne von Project Fame aufmerksam machen. Ich denke, dass Trinkgelder dort besser aufgehoben wären.

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