25 Jahre Rock am Turm – Ein Festival, eine Familie, eine Haltung

Ein Vierteljahrhundert. Lass dir das mal auf der Zunge zergehen. Was vor 25 Jahren als kleine, wilde Idee in Coesfeld das Licht der Welt erblickte, ist heute der absolute Leuchtturm der lokalen Szene. Kennst du dieses Gefühl, wenn du auf ein Gelände kommst und sofort weißt: Ich bin zu Hause? Genau das ist das Rock am Turm, ein Festival, das seinen „Umsonst und Draußen“-Anspruch nicht nur als coolen PR-Slogan aufs Plakat druckt, sondern mit jeder Faser lebt. Und damit dieses Jubiläum auch wirklich perfekt wird, hat an diesem Wochenende einfach alles mitgespielt – angefangen beim Blick in den Himmel.

Das Wetter? Gnädig.

Zu einem echten Open-Air gehört ja immer eine kleine Runde Wetter-Roulette. Nach den Hitzewellen der letzten Wochen hatte ich mich mit meiner Kamera schon auf einen schweißgebadeten Überlebenskampf im Staub eingestellt. Aber das Wetter meinte es gnädig! Statt brütender Hitze gab es einen erfrischend bewölkten Himmel, ab und zu blinzelte die Sonne durch und ein paar harmlose Tropfen kühlten ab. Perfektes Festival-Wetter!

Als ich das Gelände an der alten Diskothek „Fabrik“ betrat, war die Sache direkt klar: Das hier ist kein normales Festival, das ist ein gigantisches Familientreffen. Jung und Alt, Kutten und Bandshirts, Menschen, die sich in die Arme fallen und gemeinsam anstoßen. Du stehst keine fünf Minuten auf dem Platz und bist mittendrin. Ich habe mich sofort pudelwohl gefühlt.Zu einem echten Open-Air gehört ja immer eine kleine Runde Wetter-Roulette. Nach den Hitzewellen der letzten Wochen hatte ich mich mit meiner Kamera schon auf einen schweißgebadeten Überlebenskampf im Staub eingestellt. Aber das Wetter meinte es gnädig! Statt brütender Hitze gab es einen erfrischend bewölkten Himmel, ab und zu blinzelte die Sonne durch und ein paar harmlose Tropfen kühlten ab. Perfektes Festival-Wetter!

Solidarität ist hier kein leeres Wort

Bevor ich zu den Bands komme, und da gab es einiges zu feiern, muss ich erstmal über das sprechen, was mir wirklich unter die Haut gegangen ist. Ein medizinischer Notfall am Bierstand. Plötzlich war da dieser aufwühlende Moment, aber statt Panik passierte genau das Gegenteil: Die Sanitäter waren blitzschnell da und die Gäste & Helfer schirmten den Bereich direkt blickdicht ab. Kein Gaffen, kein Drama, nur Hilfe & Privatsphäre. Mega!

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Dazu kamen die Info-Stände vom CSD Coesfeld, Metality e.V. und der Kampagne Es Reicht. Für mich als Fotograf & Blogger, für den „Kein Bild für Nazis“ das absolute Fundament meiner Arbeit ist, war es einfach nur gut zu sehen, wie diese Werte hier von allen getragen wurden, nicht als Alibi, sondern als gelebte Haltung.

Freitag: Crossover, Schwimmnudeln und Punk-Chaos

Musikalisch ging es für mich mit Rabbit Hole und Tri State Corner direkt von null auf hundert. Die haben richtig Druck auf den Kessel gegeben! Skartoffel habe ich leider verpasst – sorry, Jungs! Aber Hand drauf: Ich feiere eure neue Single „Alles springt“ in Kürze beim Rock im Venn nach!

Nach einem starken Set von Lilly Van Jansen und Band lieferten Spin My Fate den ersten großen Crossover-Moment des Wochenendes: Für einen Song holten sie sich kurzerhand Musiker von ELNA und Soul Kite mit auf die Bühne. Spontan, kreativ, einfach perfekt.

Das Niwo heizten der Menge anschließend ordentlich ein, bevor Hi! Spencer ihr neues Album „immernie“ feierten. Spätestens bei „Heimweh“ hatten sie die Herzen der Crowd komplett erobert. Ich hab mich jedenfalls dabei ertappt, wie ich mit dem Kopf nickte und mit den Füßen anfing zu wippen. Für einen alten Münsterländer ist das schon eine Vorstufe der absoluten Eskalation!

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Das Niwo beim Rock am Turm 2026 in Coesfeld

Und dann kam Das Niwo für ein zweites Set zurück und pfefferte gefühlt 100 bunte Schwimmnudeln in den Pit. Ja, du hast richtig gelesen. Die Menge tobte, lachte, schwitzte. Es war ein reines, wunderschönes Chaos mit einem fetten Grinsen im Gesicht. Den perfekten Deckel auf den ersten Tag machte die Frog Bog Dosenband. Schräger Fun-Punk, völlig unberechenbar und genau das Richtige für den Ausklang.

Samstag: Inklusion, Stromausfall und Hymnen

Traditionell ist der Samstag der Familiennachmittag. Und die Haus Hall Band brachte direkt pure, ungefilterte Spielfreude auf die Bühne. Sechs Musiker mit kognitiven und körperlichen Behinderungen, die gezeigt haben: Das ist gelebte Inklusion, genau so sollte es überall sein.

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Danach erteilten die Kinder-Rocker von Randale dem Nachwuchs eine Lektion in Sachen Konzert-Achtsamkeit. Wie funktioniert Crowdsurfen? Ein Kuscheltier-Panda machte es vor. So süß wie lehrreich!

Nach großartigen Shows von Soul Kite und Silent Revenants betraten ELNA die Bühne. Und hier zeigte sich erneut dieser famose Zusammenhalt der Szene: Simon von Spin My Fate sprang völlig unkompliziert als Urlaubsvertretung an der Gitarre ein. Kein riesiges Tamtam, keine große Ansage – er stand einfach da, spielte sich die Seele aus dem Leib und lieferte ab.

Der absolut magischste Moment des gesamten Wochenendes gehörte aber Butterwegge. Kurz vor Ende ihres Sets passierte es: Stromausfall. Die Instrumente, bis auf das Schlagzeug, verstummten, die Lichter gingen aus. Stille? Von wegen! Das Publikum zögerte keine verdammte Sekunde und sang den Song „Farbe Egal“ einfach komplett zu Ende. Ohrenbetäubend laut, völlig ohne Verstärker, getragen von hunderten Kehlen, das war Gänsehaut pur! Genau für solche Momente schleppe ich meine Kamera auf Konzerte. Wer mir auf Instagram folgt, findet den Clip dazu in Kürze in meinen Story-Highlights.

Ein Finale, das nachhallt

Auf Bühne 2 rasierten Teluxe ordentlich ab, während Kapelle Petra auf der Mainstage einen feierlichen Hit-Querschnitt ablieferten, passend gesponsert von den Hupfer Metallwerken, was ich einfach großartig fand. Treptow hielten das Energielevel danach mühelos oben und sorgten für richtig Schwung in den Beinen, bevor Engst das große Finale einläuteten. Mit Hymnen wie „Herr Meier“ und „Optimisten“ holten sie noch den allerletzten Tropfen Schweiß aus der Crowd. Die Menge eskalierte, als gäbe es kein Morgen mehr.

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Engst live beim Rock am Turm Coesfeld 2026

Fazit: Vielfalt rockt

25 Jahre Rock am Turm waren ein einziger Triumph der Solidarität. Ein leuchtender Beweis dafür, dass Musik verbindet, dass klare Haltung zählt und dass ein Festival ohne kommerziellen Druck genau das sein kann, was es im Kern sein sollte: ein sicherer, geiler Ort für alle.

Ein riesiges, fettes Danke an die ehrenamtliche Crew, die dieses Wochenende komplett abgeliefert hat! Auf die nächsten 25 Jahre!

Bildstrecke vom Rock am Turm 2026

Wer noch mehr Rock am Turm erleben möchte, werft unbedingt einen Blick auf Mucke sprengt soziale Grenzen, dort findet ihr Mitschnitte, Backstage-Interviews mit den Bands und mehr.

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