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Weihnachtsmagie in Rorup: Wenn TonArtisten singen und der Himmel leuchtet

Kennst du diesen Moment? Draußen pfeift dir der kalte Novemberwind um die Ohren, die Zehen sind kurz davor, sich in Eiszapfen zu verwandeln, aber sobald du durch die schwere Kirchentür trittst, wird dir schlagartig warm ums Herz? Genau dieses Gefühl gab es gestern Abend in der St. Agatha Kirche in Rorup.

Während draußen der 40. Roruper Weihnachtsmarkt in den Startlöchern stand, haben die TonArtisten drinnen bewiesen, warum sie mehr sind als „nur“ ein Chor. Pünktlich um 18 Uhr ging es los – und spoiler alert: Das Timing hätte hollywoodreifer nicht sein können.

Gänsehaut-Garantie zwischen Kirchenbänken

Wer meinen Bericht vom September im einsA noch im Kopf hat, weiß: Dieser Chor unter der Leitung von Christian Przybyl ist eine echte Bank in Dülmen. 2009 aus der Musikschule „dieTONart“ geschlüpft, haben sie nicht nur Pandemien getrotzt, sondern sind gewachsen wie ein gut gedüngter Tannenbaum. Und diese Energie hat man gestern sofort gespürt.

Das Repertoire? Ein wilder, wunderbarer Ritt durch alles, was Weihnachten und Emotionen ausmacht. Als der Chor mit „It’s beginning to look a lot like christmas“ loslegte, hat man förmlich gesehen, wie der Alltagsstress von den Schultern der Zuhörer rieselte.

Aber die TonArtisten wären nicht sie selbst, wenn sie einfach nur Standards runterleiern würden. Neben Keyboard und Flöte gab es gestern einen echten „Special Guest“ für die Ohren: Ein Saxophon! Leute, im Ernst – wenn zu den Chorstimmen ein Saxophon einsetzt, bekommt selbst der kitschigste Weihnachtsklassiker plötzlich eine Portion Jazz-Club-Atmosphäre.

Von Hochzeitsgefühlen und Glockenklang

Es gab Momente, da hätte man eine Stecknadel fallen hören können. Bei der Hochzeitsversion von „You raise me up“ musste sicher nicht nur ich kurz schlucken – Taschentuch-Alarm! Und dann dieser Switch zu „The Lord is my shepherd“ und dem kraftvollen „Who am I“. Das ist genau die Stärke dieses Ensembles: Sie können leise und zerbrechlich, aber auch so wuchtig, dass die Kirchenfenster vibrieren.

Tonartisten Winterkonzert mit Saxophon

Natürlich durften die Klassiker nicht fehlen. „Süßer die Glocken nie klingen“ und „Alle Jahre wieder“ gehören einfach dazu, wie der Spekulatius zum Kaffee. Aber wenn dieser Chor „Amazing Grace“ anstimmt, dann ist das keine Pflichtübung, sondern pures Gefühl. Christian Przybyl hat seine Truppe da vorne einfach im Griff – charmant, präzise und immer mit diesem Funken Begeisterung in den Augen, der sofort aufs Publikum überspringt.

Das perfekte Finale: Vom „Amen“ zum „Ahhh!“

Zum Schluss wurde es dann noch einmal richtig schwungvoll. Mit „Merry Christmas Everyone“ (ja, der Shakin‘ Stevens Klassiker!) haben die TonArtisten die Kirche endgültig in Party-Stimmung versetzt. Es wurde gewippt, gelächelt und innerlich mitgesungen.

Und jetzt kommt das Beste: Das Konzert endete exakt so, dass man aus der Kirche stolperte, noch völlig beseelt von der Musik, und – Wumms! – direkt in das Jubiläums-Feuerwerk des Weihnachtsmarktes blickte. Ein perfektes Timing. Drinnen der Sound für die Seele, draußen das Leuchten für die Augen.

Feuerwerk zum 40. Weihnachtsmarkt in Rorup

Mein Fazit: Die TonArtisten haben mal wieder geliefert. Authentisch, herzlich und musikalisch auf den Punkt. Wer gestern nicht dabei war, hat den wohl schönsten Startschuss für die Adventszeit verpasst. Danke für diesen Abend – und jetzt her mit dem Punsch!

Impressionen vom Abend

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